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  • Joan Hinterauer

Braucht der Mittelstand New Work?


Der Begriff New Work erlebt gerade einen großen Aufschwung, gefolgt von Arbeit 4.0 und neues Arbeiten. Um qualifiziert in den Diskurs zu gehen, legen wir vorab unsere Definition von neuer Arbeit auf den Tisch:

"Wir verstehen unter neuem Arbeiten den Weg von formalisierter individueller Macht (zentraler Steuerung und Entscheidungsfindung) hin zu selbststeuernden Prozessen, welche die kollektive Intelligenz der Mitarbeiter nutzen. Das macht Firmen anpassungsfähiger für dynamische Marktanforderungen."

Trends wie Homeoffice, neue Büroarchitektur und/oder agiles Projektmanagement können es sinnvoll ergänzen. Allerdings lenken sie auch von der zentralen Frage ab: "Wie kann ein Betrieb erfolgreich auf formalisierte Führung verzichten?"

Der deutsche Mittelstand ist Inbegriff für Unternehmertum. In 2015 sprechen wir von 3,45 Millionen Firmen. Sie erwirtschaften 35% des Umsatzes aller Unternehmen. 58,5% aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten arbeiten in diesem Bereich. 81,8% der Auszubildenden beschäftigen Unternehmen mit weniger als 500 Angestellten.

Neben den harten Fakten gilt, in diesen Unternehmen wurden und werden menschenorientierte Werte gelebt. Das ist für uns entscheidend. Mitarbeiter, Management und Inhabern stehen für die Firma zusammen. Dadurch lässt sich Veränderung, um ein Vielfaches wirksamer gestalten. Die Inhaberstrukturen sind "echter". Im Vergleich zu Aktiengesellschaften, die sich in erster Linie dem Ertrag der Aktionäre verpflichten.


JA, der Mittelstand braucht New Work. Genau in den seinen Strukturen steckt das Transformationspotential für Wirtschaft wie Gesellschaft. Gerade der Zeitpunkt der Nachfolge bietet eine Chance. Ein Großteil der Unternehmen mit denen wir erfolgreich an deren neuem Arbeitskonzept arbeiten, weist genau diese Ausprägung auf. Ein Faktor bei der Unternehmensübergabe ist, wenn sich das Lebenskonzept der Nachfolger stark von deren Vorgänger-Generation unterscheidet. In der Sicherheit einer stabilen materiellen Existenzgrundlage, wächst der Stellenwert der eigenen Lebensqualität. Damit einhergehen Fragen wie:

  • Was passiert, wenn ich im Unternehmen weniger präsent bin, als es meine Mutter/mein Vater war?

  • Muss ich immer das letzte Wort haben und alle wichtigen Entscheidungen treffen?

  • Die Mitarbeiter haben viel mehr Erfahrung als ich, sollten sie nicht in der Lage sein die besseren Entscheidungen zu treffen?

Mutige Nachfolger steigen aus diesem gedanklichen Käfig aus. New Work ist eine Möglichkeit für sie. Wir zeichnen aus unseren Erfahrungen zwei wesentliche Wege für Mittelständler. Anhand von Gebhard Borck's Betriebs-Katalyse können wir Firmen einen erprobten Weg für eine sichere Zukunft aufzeigen. Dieser Weg entlastet die Inhaber, etablierte selbststeuernde Strukturen und bringt dem Unternehmen die Macht zurück, seinen Weg in Zeiten von VUCA und Digitalisierung weiterhin selbstbestimmt zu gehen.

Diesen entscheidenden Schritt will niemand unvorbereitet gehen. Das verstehen wir. Die Perspektivreise Mittelstand nimmt die Unternehmer/innen mit, wo sie heute stehen. Am Ende einer intensiven Woche öffnet sie die Türe zu ihrem individuellen Weg für New Work im Mittelstand.

JA - New Work hat eine Berechtigung im Mittelstand, wenn es mehr beinhaltet, als nur oberflächliche Kosmetik.

Setzen Sie Ihre Vergangenheit zurück, gehen Sie raus ...

Gebhard Borck & Joan Hinterauer

Lesen Sie auch unser aktuelles Interview bei Inga Höltmann!

#NewWork #Nachfolge #Mittelstand #VUCA #Digitalisierung #Unternehmer #Unternehmerin

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© 2017 - 2019 von Joan Hinterauer, Salzburg (AT) & Gebhard Borck, Pforzheim (DE)

        

Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte via rueckenwind@perspektivreise.de

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