Suche
  • Joan Hinterauer

Inspiration als Treibstoff für die Unternehmensentwicklung.


Reinhard Schauer von „Bergles & Schauer GaLaBau“ resümiert: „Es geht nicht darum, den Weg eines anderen Unternehmens zu kopieren, vielmehr wollen wir aus den Erfahrungen anderer lernen und Inspirationen für die eigene Weiterentwicklung gewinnen.“


Anfang Februar bin ich mit einer Gruppe von 13 Unternehmern* auf Reisen gegangen. Allesamt Mitglieder des Netzwerk Gärten e.V. Gemeinsam mit Sandra Kaiser, der Begleiterin des Netzwerks, stellte ich die Inspirationsreise in den Süden Deutschlands zusammen. Bereits in den ersten Gesprächen erkannte ich: Diese Unternehmer* wissen wovon sie sprechen. Ihre Betriebe scheinen bereits weit entwickelt. Die Mitarbeiter spielen eine gewichtige Rolle. Ich freute mich darauf, dieses Potential in den kommenden drei Tagen weiter zu kitzeln.


Nachfolgend zitiere ich aus ihrem Reisebericht, den das Netzwerk kürzlich auf der Online-Plattform des Magazins für Landschafts- und Gartenbau - Galabau - veröffentlicht hat. Dabei ergänze ich den Bericht durch meine Perspektiven:


Netzwerk Gärten – die sechs GaLaBau-Betriebe aus Baden-Württemberg nennen sich nicht nur so, sondern sie legen großen Wert auf das praktische Netzwerken und den Blick über den Tellerrand. Der Erfahrungsaustausch untereinander spielt eine große Rolle, aber die Gruppe versteht sich längst als Motor einer größeren Veränderung.

Mit der erfolgreichen Qualifizierung zum „Pflanzengestalter“ sind inzwischen bereits über 30 junge Menschen in der Branche unterwegs, die professionell für mehr Pflanzenvielfalt in Gärten stehen. „Wir sind überzeugt, dass jedes Unternehmen und jeder Mitarbeiter einen Beitrag zur Lösung der Probleme unserer Zeit leisten kann“, so Michael Grimm von „GRIMM garten gestalten“, Sprecher des Netzwerk Gärten, „dabei geht es darum, wie die Arbeitswelt von morgen aussehen kann. Eine klare Positionierung zu den Themen Ökologie und Gerechtigkeit wird notwendig sein.“ Selbstgestellter Anspruch der Gruppe ist es, als Einzelbetriebe immer besser zu werden und Kunden wie Mitarbeitern echten Mehrwert zu bieten. Naheliegend, dass man auch die Erfahrungen anderer Branchen sucht und so machten sich im Februar 2019 die führenden Köpfe des „Netzwerk Gärten“ auf den Weg zu einer Lernreise in den Süden.

Meine Perspektive: Bemerkenswert. Hier schließen sich vermeintliche Konkurrenten zusammen, um gemeinsam etwas in der Welt zu bewegen. Gesellschaftliche Entwicklung vor eigenem Profit. Offensichtlich handelt es sich bei diesen Menschen um Unternehmer*, die ihre gesellschaftliche Vorbildrolle wahrnehmen wollen. Diese Haltung ist selten. Sie findet sich vornehmlich in unseren kleinen und mittelständischen Betrieben wieder. Wieder einmal war die Offenheit untereinander erstaunlich. Ein Phänomen, dass ich auch von unserem Premium-Format - der Perspektivreise - sehr gut kenne.

„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“

Insgesamt fünf Stationen lagen auf dem Weg von Stuttgart nach München - intensive Gespräche und tiefe Einblicke in die Unternehmenskulturen und Organisationstypen unterschiedlichster Unternehmen - allesamt nicht aus dem GaLaBau. Die Reiseplanung und -organisation hatten sich der Berater Joan Hinterauer mit Sandra Kaiser, die die Aktivitäten des Netzwerk Gärten koordiniert, geteilt.


Der erste Besuch galt dem Unternehmen „Heermann Maschinenbau – HEMA - Sägen“ in Frickenhausen, das mit 54 Mitarbeitern seit 2014 ein neues Konzept zur Selbstorganisation realisiert. Der im Unternehmen für Projektmanagement und Human Resources zuständige Wirtschaftsingenieur Marco Niebling erläuterte, wie es gelungen ist, auf Basis von gegenseitigem Vertrauen eine Kultur der Selbstführung umzusetzen, die bei gleicher Mitarbeiterzahl das Portfolio des Unternehmens und den Umsatz gesteigert hat.

Das Konzept des „Agilen Projektmanagements“ mithilfe sich selbst organisierender Teams ist im klassischen Maschinenbau – und im GaLaBau – noch die Ausnahme, aber der Erfolg gibt uns recht, so Niebling: „Die Basis für den langfristigen Erfolg ist eine veränderte Haltung auf allen Ebenen und der Konsens, dass der Kunde und dessen Nutzen durch HEMA Produkte konsequent im Mittelpunkt steht.“


„Haltung“ war auch der zentrale Begriff beim Austausch mit einem der Partner der Tourismuszukunft GmbH im Münchener „Coworking Space Smartvillage“. Hinter dem virtuellen Unternehmen stehen 13 unter gleichem Namen selbstständig arbeitende Enthusiasten mit gemeinsamen Werten und dem Wunsch, Spuren zu hinterlassen. Eindrucksvoll waren hier vor allem die perfekte Nutzung digitaler Systeme zur internen Kommunikation und die konsequente Nutzung großer Freiheitsgrade mit vollkommener Eigenverantwortung der Partner. „Werte des Unternehmens sind Vertrauen, Neugierde und stetige Veränderung“, so der Gesprächspartner Johannes Böhm.

Meine Perspektive: Viele Berater-Kollegen* kritisieren Lernreisen als eine Art Safari. Die Menschen in den Betrieben werden bestaunt und fotografiert. Zuhause zeigt man die Trophäen in Form von Selfies und Videosequenzen. Ich finde diese Kritik angebracht. Genau deshalb arbeiten wir anders. Anstatt unsere Teilnehmer* mit Powerpoint zu erschlagen, nehmen wir uns Zeit. Wir ermöglichen authentische Begegnungen. Entscheidend für den Mehrwert ist die Beziehungsebene. Hier entsteht die transformative Kraft die eigene Haltung zu hinterfragen und damit den ersten Schritt in Richtung Wandel zu gehen.

Geld ist Mittel zum Zweck

Mit dem Öko-Energieversorger „Polarstern“ und dem „Kartoffelkombinat“ wurden gleich zwei Unternehmen besucht, die nach dem Prinzip der Gemeinwohlökonomie bilanzieren. „Mit Energie die Welt verändern. Wirklich.“ lautet das exponierte Ziel der Gründer von Polarstern und dabei geht es um ein Handeln, bei dem ökologische und soziale Aspekte genauso viel Gewicht haben wie ökonomische Überlegungen und Ziele. Björn Eberhardt, Geschäftsführer der „Gärten von Daiß“ und Partner im Netzwerk Gärten resümiert: „Wir sollten es uns auch auf die Fahnen schreiben, mehr Nachhaltigkeit und klare Haltung zu diesen Themen voranzutreiben. Regenerative Energien verbrauchen, ökologische Produkte bevorzugen und die Regionalität unseres Tuns als Unternehmen in den Fokus nehmen.“


Ziel der Genossenschaft Kartoffelkombinat ist der Aufbau einer gemeinwohlorientierten Struktur für die regionale, saisonale Lebensmittelversorgung. Simon Scholl, Gründer und Vorstand: „Menschen, die bei uns mitmachen, achten bewusster auf Lebensmittel und haben auch in anderen Lebensbereichen angefangen, sich zu verändern“, so Simon Scholl. Eindrucksvoll war es, dass auch hier bei achtsamen Umgang mit Ressourcen, einer übertariflichen Entlohnung der Mitarbeiter und einer konsequenten Strategie in einem gesättigten Markt ein nachhaltiges Erfolgsmodell gelungen ist.

Meine Perspektive: Die Gemeinwohlökonomie ist unserer Idee des selbststeuernden Unternehmens ohne formaler Hierarchie sehr nahe. Mir fällt allerdings auf, dass die Social Entrepreneure Nachhaltigkeit vorwiegend nach außen leben. Sie sind vorbildhaft, geht es um nachhaltige Produkte und Lösungen. Sie lassen allerdings Wirkung liegen. Würden diese Pioniere auch noch auf formale Hierarchien verzichten könnten sie die Potenziale ihrer Mitarbeiter freilegen. Ich bin überzeugt, so erzeugen sie mit ihren Angeboten noch wesentlich mehr Wirkung.

Photo by bruce mars on Unsplash


Eine Lernreise mit Folgen

Reinhard Schauer von „Bergles & Schauer GaLaBau“ resümiert: „Es geht nicht darum, den Weg eines anderen Unternehmens zu kopieren, vielmehr wollen wir aus den Erfahrungen anderer lernen und Inspirationen für die eigene Weiterentwicklung gewinnen.“


Im Reflektionsgespräch der Teilnehmer zum Abschluss der dreitägigen Reise zeigte sich, dass jeder andere Aspekte für sich mitgenommen hat, aber auch, dass alle konkrete Maßnahmen in ihren Betrieben umsetzen wollen. Matthias Widenhorn von „Widenhorn Gärten am See“: „Mit der Erkenntnis des Unternehmers setzt sich eine Kettenreaktion in Gang: Angefangen mit unseren Mitarbeitern und deren Familien, aber auch unseren Kunden und Geschäftspartnern, wird sich mehr und mehr eine veränderte Haltung zeigen. Jeder einzelne kann und sollte etwas dazu beitragen, die Welt zu verbessern.“


Als zentrale Erkenntnis hat sich gezeigt, dass es immer wieder darum gehen muss, Routinen zu hinterfragen und gelegentlich neue Wege zu wagen. „Dass es dabei auch Konflikte geben kann, haben wir mehrfach gehört“, so Stefan Böhm von „Blattwerk Gartengestaltung“ im Abschlussworkshop der Netzwerk-Partner, „aber auch, dass von der Lösung schließlich alle profitieren: Unternehmer, Mitarbeiter, Kunden und, wenn es gut läuft, die Gesellschaft als Ganzes!“ Karl-Heinz Wagner von „Wagner Gärten“ ergänzt: „Alle reden von der Digitalisierung der Arbeitswelt 4.0. Auch wir Netzwerk-Partner nutzen die Vorteile digitaler Instrumente, aber wir sind überzeugt, dass auch in Zukunft der Mensch im Mittelpunkt steht.“ Dazu passt, dass insbesondere die Anregungen zur verstärkten Selbstorganisation bei den Netzwerk-Partnern auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Mehrere Unternehmen haben bereits die Personaleinteilung und Urlaubsplanung entsprechend angepasst und in die Verantwortung der Teams gelegt.


Meine Perspektive: Als Wert nahmen die Teilnehmer Inspiration und das Vertrauen in eine andere Welt mit. Es ist falsch, zu glauben, Lösungen von anderen Firmen ließen sich kopieren. Dennoch gehen gerade eine große Anzahl von Firmen diesen Weg. Er wird ihnen als digitale Transformation von der Stange verkauft. Dabei gibt es für sie eine gute Chance, in einer Sackgasse zu enden. Viele Unternehmer* glauben den Beratern, dass sie mit fertigen Methoden und Konzepten wie Scrum & Holacracy zu einer agilen Firma werden. Doch wer sich mit Komplexität auseinandersetzt, weiß: In einer komplexen Umgebung führt niemals der gleiche Weg zur selben Lösung. Und jede Firma ist ein eigenständiges komplexes Gebilde. Bereits in den drei Tagen konnten wir einiges an Alltagstransfer sicherstellen. Die meisten Teilnehmer* beschlossen, Entscheidungen in die Hände ihrer Mitarbeiter* zu legen. Die Perspektivreise dauert 5 Tage. In dieser zusätzlichen Zeit üben wir mit den Teilnehmern* die Denkwerkzeuge der Betriebs-Katalyse. So stellen Gebhard Borck und ich einen hohen Alltagstransfer sicher. Das Premiumformat für Unternehmer* war bereits in mehreren Organisationen der erfolgreiche Startschuss der eigenen Transformation. Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt und rüsten Sie damit bestens für die Herausforderungen des digitalen Zeitalters.

Wenn Sie auch Interesse an einer transformativen Lernreise für sich und ihr Unternehmen haben, dann sprechen Sie mich an. Ich nehme mir gerne Zeit für ein unverbindliches Interessentengespräch.

Inspiriert Sie dieser Beitrag? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter. So erhalten Sie regelmäßig Neuigkeiten rund um diese und weitere Themen. Melden Sie sich hier an: Newsletter Abonnement


Bitte liken und/oder teilen Sie unsere Beiträge in Ihrem Netzwerk, wenn Sie dort einen Mehrwert stiften, danke.


Vielen Dank für Ihre Zeit!


Joan Hinterauer



Die Perspektivreise ist ein Angebot an Unternehmer/innen, die sich in die eigene Klarheit begeben wollen hinsichtlich der Zukunft ihrer Firma. Im Fokus steht dabei der Vertrauensgewinn in eine Betriebswirtschaft mit Menschen und die Entwicklung der eigenen individuellen DNA Ihrer Firma - Als Ausgangsbasis für eine gezielte zukunftsfähige strategische Ausrichtung. Sie haben auf der Perspektivreise die exklusive Möglichkeit 5 Tage mit Wirtschaftsvordenker und Bestsellerautor Gebhard Borck zu verbringen. Er experimentiert nicht mehr, er hat bewiesen, dass es geht (siehe Buch "Chef sein? Lieber was bewegen!" : Buch kaufen). Mit seinen Denkwerkzeugen bringt er Sie in die Lage die Zukunft Ihrer Firma gezielt zu entwickeln. Sie müssen sich nicht länger auf den Zufall oder auf die Ratschläge von Buzzword-Beratern verlassen. Dabei unterstützt wird er von Joan Hinterauer, der seinerseits den inspirierenden Rahmen zum Wissensaustausch sicherstellt. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Interessentengespräch: Interessentengespräch.



#DigitaleTransformation #Mittelstand #KMU #Familienunternehmen #Interview #stopbossing #Selbststeuerung #Transformation #Geschäftsführung #agile #Scrum #Holacracy #Perspektivreise #Aktivistencamp #Intrapreneurship #Entrapreneuership #Digitalisierung #Selbststeuerung #Selbstorganisation #AgileOrganisation #agileUnternehmen #Sociocracy #Transformation #NewWork #LearningJourney #Lernreise #neuesarbeiten #futureofwork #Leadership #DigitalLeadership #ServantLeadership #Neuroleadership

176 Ansichten

© 2017 - 2019 von Joan Hinterauer, Salzburg (AT) & Gebhard Borck, Pforzheim (DE)

        

Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte via rueckenwind@perspektivreise.de

  • Grey Twitter Icon
  • Grey LinkedIn Icon
  • Grey Facebook Icon