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  • Joan Hinterauer

Meine Mitarbeiter haben alle Freiheiten, aber ...


Es ist Ende Jannuar. Joan ist mit einem crossfunktionalen Team auf einer Lernreise im Rahmen der Strategieentwicklung für die digitale Transformation. Die Teilnehmer sind wissbegierig und lernen schnell. Sie sitzen im Besprechungsraum bei der TechDivision in Kolbermoor bei Rosenheim.

Die TechDivision ist eine agile Organisation, die so manche prägende Erfahrung auf dem Weg zu einer dezentralen Struktur & Führung gemacht hat. Einer der Teilnehmer befindet sich in einem intensiven Dialog mit dem Agile Coach, der die Transformation der TechDivision schon langjährig begleitet. Plötzlich wird er wütend und laut

"Die Menschen abholen ... wie oft soll ich sie denn noch abholen?"

Er knallt seinen Stift auf den Tisch. Seine Rolle als formale Führungskraft frustriert ihn.

"Ich gebe meinen Mitarbeitern immer wieder sehr viel Freiraum. Ich überlasse ihnen die Entscheidungen. Alle haben die Möglichkeit, eigene Vorschläge einzubringen. Was versteht ihr den bitte unter >Mitarbeiter abholen<? Bei mir funktioniert das nicht. Meine Mitarbeiter bleiben inaktiv - keiner beteiligt sich, trotz all dem Freiraum!"

Eine Woche später führt Joan ein Interessentgespräch für die Perspektivreise mit einem Unternehmer-Ehepaar aus Norddeutschland. Sie schildern ihm eine ähnliche Situation in ihrem Betrieb mit ca. 35 Mitarbeitern.

"Wir wollen ja, dass die Mitarbeiter mehr Verantwortung übernehmen. Wir fordern sie regelmäßig auf, eigene Entscheidungen zu treffen. Wir denken, dass wir unseren Mitarbeitern Freiheiten geben, wie es nur wenige andere Unternehmen tun. Dennoch kommt nichts zurück. Wir sind nach wie vor alleine, gerade was das unternehmerische Denken und Handeln betrifft. Glauben Sie wirklich, dass normale Mitarbeiter fähig sind, Verantwortung zu übernehmen?"

Beide Situationen haben einen gemeinsamen Kern. Die formale Führung gibt den Mitarbeitern Freiraum, in der Hoffnung auf eine steigende Verantwortungsübernahme. In beiden Fällen verläuft der Vertrauensvorschuss jedoch ohne wesentlichen Erfolg. Warum ist das so? So viel sei vorweg genommen: es liegt nicht an der Fähigkeit der "normalen" Mitarbeiter. Die notwendige Klugheit ist allemal vorhanden. Gebhard hat zusammen mit seinen Kunden schlüssige Antworten auf die Fragen gefunden. Im Rahmen seines Vortrages auf der LATC18 erzählt er von den Lösungen, die er zusammen mit seinen Kunden aus der Praxis heraus entwickelt- sehen & hören Sie selbst:


Der Vortrag zeigt die Erkenntnisse die Gebhard zusammen mit Stephan Heiler im Tun entdeckt hat (Hierzu auch der aktuelle Beitrag auf seinem Blog: "Der Chef stirbt im Wald"). Beide, zusammen mit der Belegschaft, entwickelten das Unternehmen Heiler Glas über die letzten Jahre zu einer selbststeuernden Firma. Hier übernehmen ganz "normale" Mitarbeiter manigfaltig unternehmerische Verantwortung.

Jonathan Denner, Geschäftsführer und Teilnehmer der Perspektivreise, erzählt die Entwicklung seiner Firma auf dem Unternehmensblog. Während dieser Artikel entsteht, entwickelt die NETSYNO Software GmbH ihre ureigene Firmen-DNA.

Wenn auch Sie wissen wollen, ob das etwas für Ihr Unternehmen ist, dann setzen Sie Ihre Vergangenheit zurück und gehen Sie raus ...

Gebhard Borck & Joan Hinterauer

#FirmenDNA #LATC2018 #Verantwortung #unternehmerisch #Denken #JonathanDenner #StephanHeiler #NETSYNO

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© 2017 - 2019 von Joan Hinterauer, Salzburg (AT) & Gebhard Borck, Pforzheim (DE)

        

Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte via rueckenwind@perspektivreise.de

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